milliondollarreload_asinnerssaintMit "A Sinner´s Saint" haben MILLION $ RELOAD in diesem Jahr ein wirklich starkes Album veröffentlicht! Wir konnten nun mit dem Gitarristen Brian Mallon ein Interview führen, indem es natürlich um die aktuelle Platte, zukünftige Tourpläne, die Herkunft der Band und deusches Bier geht.  

Pascal: Zurzeit kennen euch unsere Leser noch nicht so gut, könntest du uns einen kurzen Überblick über eure Geschichte geben, speziell woher die Idee für den Bandnamen kommt?

Brian: MILLION $ RELOAD ist ein fiktiver spielerischer Begriff. Ursprünglich entstammt er einer Textstelle des Songs „Give It All" auf unserem Debütalbum „Anthems Of A Degenaration". Wir sind nun seit ungefähr fünf Jahren zusammen. Wir kennen uns alle von der lokalen Musikszene in Irland und jeder hatte zu der Zeit andere Bands am Start oder war in verschiedenen Projekten involviert. Es begann damit, dass Kie und Phil sich dazu entschieden ein paar Songs als Demo aufzunehmen und nach einiger Zeit kamen wir zusammen und endeten als MILLION $ RELOAD.

Pascal: Hattet ihr ein Konzept für das Album bevor ihr ins Studio gegangen seid, oder liefen die Aufnahmen eher spontan ab?

Brian: Wir gehen nicht ins Studio mit der Absicht einen Haufen Songs aufzunehmen, die in verschiedene Kriterien hineinpassen und es gibt auch kein Konzept. Unser Schreibprozess hat keine strikten Vorschriften; wir versuchen Songs zu schreiben, die repräsentieren wer wir sind, woher wir kommen und dem Stil der Musik entsprechen mit der wir aufgewachsen sind. Wenn es zur Songauswahl kommt, versuchen wir immer etwas Abstand zu der Musik zu gewinnen und erstellen eine Liste, bei der wir dann abwägen was die besten Songs sind. Diese Liste entwickelt und verändert sich nachdem das Management oder das Label unser Material gehört hat, aber wir können glücklich sein, dass diese Entscheidung bisher immer der unseren entsprach und es immer ausschlaggebend für die Stärke der Songs war.

Pascal: Kannst du mir mehr über den Aufnahmeprozess im Studio verraten? 

Brian: Wir haben eine ziemliche Lücke zwischen dem Release von „Anthems Of A Degeneration" und „A Sinner´s Saint", welche uns mehr Zeit zum Arrangieren und Ausarbeiten der einzelnen Songs gab. Als wir unsere Vorproduktion für das Album machten, standen
wir nicht unter dem Druck, Deadlines einhalten zu müssen und das gab uns genug Raum, um das Material das wir ha tten, richtig auszuarbeiten. 99% der Arbeit an der Musik und an den Texten wurde erledigt als wir schließlich ins Studio gingen, was bedeutet, dass es uns möglich war schnell und effektiv aufzunehmen. Wir haben versucht, im Studio so viel wie möglich live aufzunehmen um wirklich die Energie einzufangen die herrscht wenn wir zusammen spielen. Nachdem wir den Basisrhythmus aufgenommen hatten, nahmen wir die Solospuren, Gesang und zusätzlichen Elemente, welche wir für die jeweiligen Songs für richtig hielten, auf. Dass wir mit Neal Calderwood bei beiden Alben arbeiten konnten, erleichterte den Prozess unheimlich!

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Pascal: Schreibt ein Mitglied der Band die Musik und die Texte oder ist Songwriting bei euch mehr Teamarbeit?

Brian: Das kommt wirklich auf den Song an, aber ich denke es ist wichtig, dass jedes Mitglied beim Songwriting mitwirkt. Viel beginnt damit, dass irgendjemand mit einer Idee kommt, die dann zum Grundgerüst des Songs wird. Andy, Kie oder ich bringen dann ein Riff oder eine Strophe/einen Chorus /eine Struktur dazu welche wir dann zu einem Song formen. Phil schreibt seine eigenen Texte, wenn er also mit einem Song ankommt wird er der Band fast schon als fertiger Song präsentiert. An dem Punkt macht dann jeder seine eigenen Spinnereien, wechselt Songteile aus, fügt etwas hinzu oder nimmt es weg usw. So entsteht der M$R-Sound, es sind die verschiedenen Einflüsse und Geschmäcker, die zusammen kommen. Wir sind glücklich darüber, denn die meiste Zeit scheint es sehr natürlich zu passieren!

Pascal: Wovon handeln eure Texte? Für mich klingt der erste Song des Albums „Fight The System" ein bisschen politisch, liege ich da richtig? Ist es wichtig für die Band, dass die Leute immer die Nachricht verstehen, die ihr vermitteln wollt?

Brian: Politik ist etwas wovon wir gut überlegt Abstand halten. „Fight The System" meint einfach was es sagt... Fight The System. Nicht unbedingt im politischen Sinn, mehr wie ein Rebell der gegen alles ist was einen runter zieht. Wir denken es ist wichtig, dass die Fans die Texte interpretieren können und etwas in jedem Song finden, wozu sie Bezug nehmen können. Es geht nicht immer darum zu verstehen was die genaue Aussageabsicht eines Songs ist, manchmal kommt es am meisten darauf an, was der Songs für dich selbst bedeutet.

Pascal: Wie berühmt seid ihr in Irland?

Brian: Haha, ich denke berühmt ist das falsche Wort! Ich weiß es nicht wirklich... das ist eine schwere Frage, du bist nie Herr über dein eigenes Schloss, richtig? Uns geht es gut in Irland, es hat eine gute Livemusikszene und großartige Fans, aber ich bin nicht sicher ob eine der Heimatbands hier wirklich „berühmt" ist... abgesehen von den Großen natürlich.

Pascal: Wie ist die Musikszene bei euch, es ist eine Schande aber ich kenne nur ein paar Bands aus Irland die solche Musik spielen. Im Moment sind die einzigen beiden die mir einfallen GARY MOORE und THIN LIZZY.

Brian: Die irische Musikszene ist seit einigen Jahren wirklich gut! Es gibt Tonnen von großartigen Bands im Moment! Wir sind ständig mit Bands unterwegs wie TRUCKER DIABLO, SWEET TASTE, ADJENDA, PAY*OLA, STORMZONE und TRIC .... Glaub mir, es gibt zu viele um sie alle aufzuzählen! Dies ist wirklich eine Frage deren Antwort eine große Rolle darin spielt den vielen lokalen Bands die Türen zu öffnen.

Pascal: Gibt es Idole oder Bands, die einen großen Einfluss auf euch haben? Einige Songs erinnern mich zum Teil an BUCKCHERRY und andere klingen mehr wie SKID ROW, es gibt eine gute Abwechslung zwischen Material, das klassisch klingt und modernerem Material. Das Intro für „I am The Rapture" ist großartig; ich muss immer an das Intro von MÖTLEY CRÜE´S „Shout At The Devil" denken, wenn ich den Song höre.

Brian: Unser Sound setzt sich aus so vielen Elementen zusammen, dass es schwierig ist sich festzulegen. Denn jedes Bandmitglied hat verschiedene Einflüsse, du kannst das durch die Songs hören. Wir haben Leute die uns erzählen „Das klingt ein bisschen wie..." oder „dieses Outro erinnert mich an..." was cool ist denn bisher hatten wir keine schlechten Vergleiche und zu hören, dass wir ein bisschen was von MÖTLEY CRÜE haben ist nie etwas schlechtes!

Pascal: Arbeitet aktuell jeder in Band noch in einem Angestelltenverhältnis oder macht ihr alle nur noch Musik?

Brian: Wir würden es alle lieben uns mit Musik Vollzeit zu beschäftigen, aber da die Industrie nun mal ist wie sie ist, ist es sehr schwierig für neue Bands den Level zu erreichen, der einem das ermöglicht. Hoffentlich, in nicht zu ferner Zukunft, wird es eventuell zur Realität.

Pascal: Hast du irgendeinen Ratschlag für einen großen Musikfan, der selbst den Schritt ins Musikbusiness wagen möchte?

Brian: Ehrlich... lern das Business richtig kennen. Etwas, das jeder am Anfang unterschätzt. Wenn du etwas möchtest, geh raus und hol es dir! Frag nach und lern die richtigen Leute kennen um über Buchungen/Management/Labels etc. zu reden. Aktuell verändert sich das Musikbusiness so viel, dass du wirklich aufpassen musst und dahinter sein musst was vor sich geht.

Pascal: Gibt es irgendein unvergessliches Tourerlebnis bisher?

Brian: HAHA!.... die goldene Regel... was auf Tour passiert, bleibt auf Tour.... Ich werde niemanden in Verlegenheit bringen!

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Pascal: Ich spiele selbst Gitarre, also würde mich interessieren welche Gitarren die beiden Gitarristen der Band nutzen.

Brian: Ich bin der Les Paul-Junge... ich liebe den Ton und die Vielseitigkeit die man mit einer Les Paul bekommt! Andy verwendet Ibanez, er hat eine Iceman zurzeit. Wir verwenden aktuell beide Blackstar-Verstärker... für alle die diese noch nicht getestet haben... TUT ES! Sie sind unglaublich!

Pascal: Sind schon irgendwelche Tourpläne für Deutschland in Arbeit? Du musst wissen, dass wir richtig gutes Bier haben!

Brian: Ich weiß, ich habe schon so viel über das deutsche Bier gehört, es bringt mich um noch keines probiert zu haben! Wir werden sehr sehr bald Richtung Europa aufbrechen! Wir haben einige Touren in der Warteschlange, die uns nach Deutschland bringen sollten wenn alles nach Plan verläuft! Nebenbei, die erste Runde geht auf Dich, haha!

Pascal: Danke für die Zeit, das letzte Wort gehört euch!

Brian: Deutschland... eine Millionen Dankeschön für die Unterstützung! Es bedeutet uns sehr viel! WIR SEHEN UNS BALD!

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