itbites2Nun ist also das zweite Album draußen und IT BITES haben den Beweis angetreten, dass die Reunion nicht nur eine Eintagsfliege war. Dabei war es schon ein Wagnis die Band nach 17 Jahren wiederzubeleben, denn niemand wusste wie viel von ihrem Ruf der Achtziger noch nachhallen würde. Doch mit "Map Of The Past" präsentiert sich die neue Besetzung als Formation, die auch in der heutigen Musiklandschaft ihre Berechtigung hat. Klar, Hits wie "Calling All The Heroes" werden die Neo-Progger wohl nicht mehr landen, aber bei Musikliebhabern werden sie einen Platz im Herzen finden. Bei den Promoaktivitäten hatte ich die Gelegenheit eben jenem neuen Mann John Mitchell ein paar Fragen zu stellen. Der Gitarrist und Sänger steht Rede und Antwort zu seinen vielfältigen Aktivitäten.


MetalPfälzer: Hallo John, zuerst einmal will ich Dir dafür danken, dass Du Dir die Zeit genommen hast meine Fragen zu beantworten. Euer neues Album wird demnächst erscheinen, wie verliefen die Aufnahmen dazu?

John Mitchell: Sehr entspannt! John Beck (Keyboarder, Anm. d. Redakteurs) und ich nehmen normalerweise schon während des Songwritingprozesses auf. und spielen später Bass und Schlagzeug dazu ein. Die ganze Arbeit hat mir weit mehr Spaß gemacht als bei "The Tall Ships", bei es kein Ende zu nehmen schien.

MetalPfälzer: Das Album hat ein Konzept, welches den Hang zu Dingen in der Vergangenheit und Gedanken darüber etwas Geschehenes ändern zu können als Thema hat. Was hat Euch dazu inspiriert und wer kam mit der Idee?

John Mitchell: Ich hatte diesen Einfall. Die Idee kam mir als ich ein altes Familienphoto studierte, das mir mein Cousin gab. Ich erinnerte mich daran das Bild in meine Kindheit gesehen zu haben, habe es aber lange nicht mehr betrachten können. Es ließ mich darüber sinnieren wie Photographien uns mit den vergangenen Zeiten verbinden.

MetalPfälzer: "Map Of The Past" klingt mir bei den ersten Hördurchgängen der Promo-Kopie ein wenig softer und mehr relaxt als die frühren IT BITES-Werke? Falls Du das ebenso siehst, war es eine normale Entwicklung oder wurde das bewusst der verträumten Nostalgie des Konzepts angepasst?itbites3

John Mitchell: Das war eine Sache, die ganz unbewusst passierte. Das Songwriting verlief sehr flüssig, wir schreiben nicht auf Geheiß, sondern wenn wir es für notwendig halten und so wie wir uns dabei fühlen. Ich glaube es ist auch immer schwieriger je älter man wird packendere Lieder zu komponieren, man wird doch ruhiger.

MetalPfälzer: Es vergingen dreieinhalb Jahre seit "The Tall Ships" bis Euer fünftes Album heraus kam. Warum nahm das so viel Zeit in Anspruch?

John Mitchell: Das liegt vor allem daran, dass ich mit meinem Studio sehr beschäftigt bin. So sehr ich Freude an IT BITES habe, mein täglicher Job als Produzent für andere Bands kommt zuerst, weil ich davon leben muss.

MetalPfälzer: Daneben bist Du ja auch noch mit ARENA beschäftigt, bist also ausgelastet. Was treiben denn eigentlich Deine Bandkollegen in der Zwischenzeit?

John Mitchell: ARENA nehmen jetzt nicht so viel Zeit in Anspruch im Verhältnis zum Produzieren. Von Lee Pomeroy (Bassist, Anm. d. Redakteurs) weiß ich, dass er als Begleitmusiker von TAKE THAT sehr viel unterwegs ist. Was aber Bob Dalton (Schlagzeuger, Anm. d. Redakteurs) und John Beck anstellen wird für mich ein Mysterium bleiben.

MetalPfälzer: Du warst ja mit ARENA auch auf Tournee im letzten November. Wie lief die Tour für diese Band? Waren die Fans nach all den Jahren wieder da?

John Mitchell: Die Tour verlief großartig, das haben wir sehr genossen. Das Tolle an den Progressivrockfans ist, dass diese sehr loyal sind und Dich scheinbar auch nach längerer Abwesenheit nicht vergessen. Und daher waren die Konzerte auch sehr gut besucht, was natürlich umso mehr Spaß macht.

MetalPfälzer: Bei IT BITES singst Du und spielst Gitarre, während Du Dich bei ARENA auf die sechs Saiten konzentrierst. Wo liegt der Unterscheid beispielsweise in der Vorbereitung bevor Du auf die Bühne gehst oder macht das für Dich keinen Unterschied?

John Mitchell: Bei ARENA trinke ich ein ordentliches Glas Weißwein bevor wir auf die Bühne gehen. Während ich bei IT BITES gar nichts trinke und meine Stimme in den zehn Minuten zuvor aufwärme und Halsbonbons lutsche. Beim Gitarrenspiel von ARENA lastet nicht so viel Verantwortung auf mir und es ist daher entspannender, wobei das Singen und Spielen bei IT BITES die größere Herausforderung darstellt. Und irgendwie macht das das interessanter für mich.

MetalPfälzer: Bei der Promotour für "The Tall Ships" habt ihr SAGA supportet. War das ein Erfolg für Euch, konntet ihr dabei neue Fans gewinnen?

itbites1John Mitchell: Das war ja während der kurzen Phase der SAGA-Historie in der sie einen anderen Sänger hatten. Daher waren auch die Zuschauerzahlen geringer als noch vor vielen Jahren als ich mit ARENA für sie eröffnet habe und Michael Sadler sang. Ich muss leider sagen, dass diese Erfahrung nicht ganz das war was ich mir erhofft hatte, das ist jetzt keinesfalls respektlos gegen die Jungs von SAGA gemeint. Ob wir viele Fans gewonnen haben kann ich nicht sagen, da wir seitdem nicht mehr auf dem europäischen Festland unterwegs waren.

MetalPfälzer: Du bezeichnest Dich selbst als einen großen IT BITES-Fan in den Achtzigern. Wie fühlt es sich nun an mit ihnen zusammen zu spielen?

John Mitchell: Zuerst war es irgendwie etwas surreal. Doch nach fünf Jahren machte ich die Rolle des Frontmanns zu meiner eigenen, die sich nun ziemlich natürlich anfühlt. Ein kleiner warnender Hinweis an alle, die gerne in ihrer Lieblingsband, der sie seit sie aufwuchsen die Treue halten spielen würden - Der Job kommt nicht einfach so zu Dir, Du musst etwas dafür tun. (lächelt)

MetalPfälzer: Mit einigen Bandmitgliedern hast Du auch das Projekt namens KINO am Start. Gibt es Pläne für eine Fortsetzung oder ist nun IT BITES die Bestimmung von John, Bob und Dir?

John Mitchell: IT BITES stehen klar an erster Stelle. Es ist sicher interessant über die Idee eines weiteren KINO-Albums nachzudenken, aber nur wenn wir das damalige Original-Line-up mit Chris Maitland wieder zusammen bekommen würden. Doch das würde ich nur tun, wenn es die Zeit erlauben würde in der Besetzung auch einer Tour dazu machen zu können.

MetalPfälzer: Gibt es Pläne mit IT BITES zu touren oder Festivals zu spielen? Vielleicht auch andere Pläne mit der Band?

John Mitchell: Ich bin mir sicher, dass wir eine beachtliche Zahl an Konzerten zu dem Album absolvieren werden, obwohl zum Zeitpunkt unseres Gesprächs nur eine Handvoll Dates im Mai bestätigt sind. Ich bin auf die Zuschauer gespannt wenn sie die neuen Songs live hören werden.

MetalPfälzer: So, dann wären wir am Ende, danke nochmals für das Interview, ich hoffe wir sehen uns einmal während der Tour. Die letzten Worte gehören wie gewohnt Dir!

John Mitchell: Ich danke Dir auch recht herzlich! Ich hoffe, dass jeder das neue Album mag und falls nicht möchte ich es ganz sicher nicht wissen. Ich bin eine sehr empfindsame Seele! (lächelt)

 

Danke auch Sven Nähring von Pirate-Smile Promotion.

Photos von Inside Out und MetalPfälzer

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