Mehrfach-Wertung der Redaktionblack-label-society-order-of-the-blackFast vier Jahre mussten die Fans auf ein neues Album von der Band um Anführer Zakk Wylde warten, abgesehen von dem Best Of “Skullage” im letzten Jahr. Nun hat das Warten ein Ende, die Vorankündigungen überschlugen sich, die Hoffnung und das Bangen, die Ungewissheit auf das, was da kommen mag, wuchs bei Presse und den Members ins Unerträgliche.
In diesen vier Jahren ist einiges passiert neben der Entstehung von „Order Of The Black“. Zakk war das ein oder andere Male im Krankenhaus, Ozzy Osbourne trennte sich von ihm im Guten, die Stellen am Bass und am Schlagzeug waren recht anfällig. Zakk soll nun das Trinken zumindest so gut wie eingestellt haben, Ozzy monierte, dass seine Alben zu sehr nach BLACK LABEL SOCIETY klingen – was ein Wunder, wenn der Gitarrengott fast alle Songs schreibt – und der Posten von James Lomenzo am Bass ist durch John DeServio sowie der von Craig Nunenmacher an den Drums durch Will Hunt ersetzt worden.
All das verhalf natürlich gerade der Presse zu einer gelungenen Überbrückung des Albumreleases, BLS blieb weiter im Gespräch, auch ohne aktuelles Album, und der Name wurde zu Promotionzwecken auch oft genug in der Öffentlichkeit genannt. Nun ist es an der Zeit, sich auf das aktuelle Album zu konzentrieren und die gemeisterten Hürden als erledigt abzuhaken.

 

Eine Platte von BLACK LABEL SOCIETY ist immer recht stimmungsabhängig. Es hängt viel davon ab, welche musikalische Richtung Zakk Wylde gerade verfolgt oder welches Schicksal ihm zuteil wurde.
Um die Spannung zu mildern: „Order Of The Black“ ist ein gelungenes Werk geworden mit allen Markenzeichen von BLS. Keine großen Überraschungen, keine Ausfälle, kein Abdriften in unbekanntes Terrain, wie schon die Singleauskopplung „Parade Of The Dead“ zu verstehen gab.

Auch dieses achte Album, das im neu gegründeten Black Label Bunker aufgenommen und produziert wurde, vereint hart und zart in einem recht ausgewogenen Verhältnis. Mit „Darkest Days“, „Time Waits For No One“, „Shallow Grave“, „January“, das sehr an “I Thank You Child” vom göttlichen “Book Of Shadows” erinnert, und dem Rausschmeißer „Can’t Find My Way Home” sind wieder in regelmäßiger Abfolge sehr gefühlvolle Balladen zu hören. So sehr sich Zakk Wylde auch den Namen als harter Motherfucker gemacht hat, so muss man endlich mal eingestehen, dass die sensible Seite des Mannes mit den dicken Armen und dem Meterbart einfach auch sehr stark und intensiv ist. Die Balladen gehören ja meist zu den Glanzlichtern seiner Songs. Da Zakk nicht nur einer der besten Gitarristen dieses Planeten ist, sondern auch vorzüglich am Klavier ist und dazu auch noch eine sehr gute und charismatische Stimme hat, kann bei ihm eigentlich musikalisch nie etwas anbrennen.

Einerseits ist es gut, dass bei BLACK LABEL SOCIETY im Grunde musikalisch nichts schief laufen kann, auch wenn es manchmal leider droht, in die Mittelmäßigkeit abzudriften, aber das aktuelle Album ist der ideale Beweis, dass dieses Chapter genau weiss, wo es hinzugehen hat. Dennoch bleibt zu sagen, dass Zakk sich nun eigentlich selbst rauskicken müsste, denn stellenweise klingt er eben doch verdammt nach Ozzy. Aber wer nun mehr nach wem klingt ist müßig zu hinterfragen. Hier gibt es auf jeden Fall eine Menge guter Musik zu hören, somit ist auch die Order erfüllt, und die Black Label Berzerkers können sich freudig bis zum nächsten Live-Event entspannen. Die BLACK LABEL SOCIETY ist weiter auf dem Weg zur Weltherrschaft. (Jochen)

 

Bewertung: 8 / 10


Anzahl der Songs: 14
Spielzeit: 49:02 min
Label: Roadrunner Records
Veröffentlichungstermin: 20.08.2010

Wertung der Redaktion
Brix Bernie Sebastian Maik Mika Rainer Kevin
7 7,5 7 8 8 7,5 9
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