20150702 BlackLabelSociety SBZwar war die Hitzewelle montags bereits ein wenig abgeklungen, dennoch schwitzte man beim Besuch von BLACK LABEL SOCIETY zusammen mit THE NEW BLACK bereits rein durchs Stehen. Die Garage in Saarbrücken konnte sich über den Tag bereits gut aufheizen, und beide Bands heizten dann noch dem Publikum ein. Schade, nur dass BLACK LABEL SOCIETY offensichtlich ein Problem damit haben Fotografen in den Fotograben zu lassen, eine solche Arroganz hätte ich vielleicht bei LADY GAGA erwartet, aber nicht bei ZAKK WYLDE.

THE NEW BLACK
Die letzte Platte der deutschen Modern-Metaller THE NEW BLACK kam bei mir nicht ganz so gut an, dennoch war ich auf die Livedarbietung der Band gespannt. Größtes Problem dürfte sowohl für die Band als auch das Publikum die extrem hohe Temperatur gewesen sein. Ansonsten machte die Combo um Gitarrist Christof Leim eigentlich alles richtig und wusste das Publikum zu begeistern. Besonders die bisher unbekannten Stücke vom nächsten Longplayer haben es in sich, die präsentierte Halbballade gegen Ende haute mich regelrecht von den Socken. Das Stageacting war dem verfügbaren Bühnenplatz entsprechend gut, und ganz offensichtlich hatten THE NEW BLACK ihren Spaß. Dennoch klang der Gesang von Markus Hammer für mich immer noch ein wenig dünn. Sollte das an den Temperaturen gelegen haben, kann man ihm das wirklich nicht verübeln. Beim Publikum kamen THE NEW BLACK jedenfalls gut an, und trotz der Hitze machten viele Leute ordentlich mit. Beim abschließenden Song wurde sogar der Schweiß gekonnt im ersten Moshpit des Abends verteilt.

BLACK LABEL SOCIETY
Das letzte BLACK LABEL SOCIETY Konzert in der Garage Saarbrücken liegt schon einige Jahre zurück, und davon sind mir besonders der matschige Sound und die kurze Spielzeit in Erinnerung geblieben. Nur eines trifft an diesem Abend erneut zu, die Band spielt etwas über 80 Minuten, dafür aber bei einem richtig guten Sound. Wobei das der Tatsache geschuldet sein könnte, dass ich meinen Platz diesmal etwas besser gewählt habe, hinter dem Mischpult ist der Sound meistens gut. An der Spielzeit hat sich leider nicht so viel geändert, aufgrund der Hitze kam mir das aber gelegen. Dennoch halte ich alles unter 90 Minuten immer noch für eine Frechheit, Songmaterial für mehr Spielzeit ist vorhanden und die Band wirkte nicht so, als wäre sie nicht mehr stark genug für ein paar weitere Songs.

Die Songauswahl der Amerikaner konnte sich sehen lassen, bereits das Intro mit einem Mix aus LED ZEPPELIN und BLACK SABBATH machte keinen Gefangenen. Als dann das Frontdrop fiel, verwandelte sich die gut gefüllte Halle in eine richtige Sauna, allerdings keine, bei der die Leute ruhig sitzen und einen Aufguss nach dem anderen machen. Stattdessen wurden durchgehend Fäuste in den Himmel gereckt, Moshpits zur fröhlichen Schweißverteilung genutzt und kalte Getränke im Übermaß konsumiert. Die fulminante Lichtshow unterstützte das gekonnt lässige Stageacting von BLACK LABEL SOCIETY und die vier Amerikaner wirkten dadurch extrem tight. Allein der Bühnenaufbau mit sechs Marshall-Full-Stacks erzeugte bereits einen ehrfürchtigen Eindruck. Sieht man vor diesem Aufbau dann noch ZAKK WYLDE stehen, der sich auf der Gitarre einen abnudelt, kommt man aus dem Staunen fast nicht mehr raus. Gott sei Dank verkniff sich Mister Wylde ein so umfangreiches Solo wie Kollege SLASH zuletzt in Luxemburg, dennoch ist es immer wieder geil, die prägnanten Pinch Harmonics von Zakk selbst zu hören. Durch den relativ kurzen Solopart war mehr Platz für reguläre Songs, von denen besonders „Bleed For Me", „Suicide Messiah" und „Stillborn" gefeiert wurden. Für „In This River" griff der legendäre Gitarrist selbst in die Tasten und ehrte (auch mit entsprechenden Bannern) seinen Weggefährten Dimebag Darrel. Was mittlerweile ein fester Bestandteil eines BLACK LABEL SOCIETY-Konzertes ist, kommt immer noch gut an und erinnert an jenes tragisches Verbrechen, das vor nun schon elf Jahren die Musikwelt in Aufruhr versetzte.

BLACK LABEL SOCIETY konnten auf ganzer Linie überzeugen, was auch der Jubel zum Ende der Show bestätigte. Bei der ausgiebigen Bandvorstellung gegen Ende des Sets, wurde Basser John DeServio sogar mit einem BH beworfen, der Hitze sei Dank. Trotz der vielen Gitarrenwechsel des Bandleaders fiel die Stimmung nicht ab, ZAKK WYLDE wirkt trotz seiner Eigenarten irgendwie sympathisch, und ich bin jedes Mal darüber verwundert, wie sehr sich dieser Mensch körperlich über die Jahre verändert hat. Man schaue sich nur Bilder von den „No More Tears"-Zeiten mit OZZY OSBOURNE im Vergleich zu heute an. Dennoch hätte die Band in meinen Augen länger spielen können, doch das bleibt so gesehen der einzige Kritikpunkt für diesen Abend. Aufgrund der Hitze fühlte ich mich nach dem Konzert, als wäre ich von einem Panzer überrollt worden, aber immerhin wurde ich dabei mit grandioser Musik beschallt. BLACK LABEL SOCIETY haben die Garage wie angekündigt in Schutt und Asche gelegt. Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen, nächstes Mal aber bitte ohne die Starallüren für den Fotograben. (Pascal)

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